Kann Essen noch Privatsache sein? #Fleischatlas

Ein gut gewählter Zeitpunk vor der Grünen Woche in Berlin zu dem die Heinrich-Böll-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem BUND und der taz den ‚Fleischatlas‘ vorstellt. Es wird eine klare Botschaft an die Politik gesendet: Der Fleischkonsum muss reduziert und Agrarsubventionen an Umwelt- und Tierschutz gebunden werden.

Die Argumente dafür sind vielfältig, plausibel und mittlerweile durch seriöse Studien belegt. Doch warum ist es so schwer, Bewegung ins Spiel zu bringen? Der gewichtigste Grund ist wohl die Lobby der Fleisch- und Milchindustrie. Sie hat in den letzten Jahrzehnten ganze Arbeit geleistet und uns mit Werbung die vermeintliche Wahrheit eingeimpft: ‚Die Milch macht’s‘ und ‚Fleisch ist ein Stück Lebenskraft‘. Wir hören die Slogan seit unserer Kindheit. Die Industrie hat in diese Marketing Kampagnen eine Menge Geld investiert. Und es hat sich gelohnt. Die meisten Menschen sind nach wie vor davon überzeugt, dass wir Fleisch für unsere Proteinversorgung und Milchprodukte für unsere Knochen benötigen.

Das ist eine gequeme Position, denn damit sind das tägliche Schnitzel, das Schinkenbrötchen und der Wurstsalat legitimiert. Es geht einfach nicht anders. Oder?

Der ‚Fleischatlas‚ beleuchtet die Auswirkungen der industriellen Fleischproduktion auf Klima, Umwelt, Gesundheit, Tierschutz, Wasserressourcen, Landraub, und Welthunger und fordert die Politik zum Handeln auf. Denn Essen kann mit diesen imensen Auswirkungen auf alles Land und Leben auf dieser Erde keine reine Privatsache mehr sein.

Die Medien nehmen das Thema zunehmend auf. Man spricht darüber. Dazu trägt eine Studie seriöser Organisationen und Stiftungen deutlich bei. Das gibt Hoffnung. Und die wollen und werden wir nicht aufgeben.

7 Comments

  1. Ja, leider geht diese Veränderung seeehr sehr schleppend von statten, aber wenigstens doch,w enn auch so furchtbar langsam!
    irgendwann wird es auchd ie Politik und die Wirtschaft einsehen, das Gewinn nicht alle sist und Geld schon gar nicht, sondern das es um usner alelr Gesundheit und ganz einfach um die Wahrheit geht!
    Tolelr Beitrag, schön 🙂
    Sowas macht trotzdem Hoffnung.
    GLg, MamaMia

  2. Danke für deinen Kommenar. Es geht alles super langsam, aber immerhin tut sich ja was. Und die vielen tollen veganen food-bloggs sind auch sehr ermutigend. LG, Andrea

  3. ja, ich muss mir den auch noch genauer anschauen, hatte leider noch keine Zeit heute. Das einzige, was ich gesehen habe war ein Zeitungsartikel in Online-Version. Wenn man keine starken Nerven hat, sollte man unbedingt davon absehen, die zahlreichen antivegetarischen/anti-veganen/Anti-Tierschutz-Kommentare zu lesen. Die sind wirklich traurig…ich habe sowieso leider immer das Gefühl, solche Studien kommen nur bei Menschen an, die ohnehin schon bewusst essen. Alle anderen behandeln sie so, als würde es sich um wilde „Verschwörungstheorien“ handeln und pfeifen sich gleich nach der Lektüre ihr nächstes 99-Cent-Schnitzel rein…

    • So einen habe ich auch gerade im Kölner Stadtanzeiger gelesen. Und das nicht als Kommentar, sondern als Artikel. Es ist unglaublich.

      • oh, das ist ja noch härter, aber leider auch kein Einzelfall. Ich erinnere mich noch an einen sehr bösartigen Artikel über das vegan-vegetarische Sommerfest in Berlin letztes Jahr, in dem ALLE Veganer als militant, arogant, feindselig etc. beschrieben wurden. Na danke…

  4. Es tut sich was. Die Blogs, die Medienpräsenz für vegane Küche von der SpiegelTV Reportage bis zum Radiointerview von veganen Köchen wie Attila Hildmann. Dazu solche Studien wie der Fleischatlas. Wir sind glaub ich auf einem guten Weg. Sicher, da ist noch viel Luft und in absehbarer Zeit wird da noch nicht allzu viel von zu sehen sein. Aber steter Tropfen höhlt den Stein.

    • Ja, das finde ich auch. Das ist gut und gibt Hoffnung. Ich finde sogar im Kleinen tut sich teilweise ganz viel. Bei meinen Kollegen im Büro ist das beispielsweise so. Und ich hatte darauf einen gewissen Einfluss 🙂 Mehrere essen deutlich weniger Fleisch. Einer trinkt jetzt Sojamilch statt Kuhmilch. Check

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